Wie geht es nach einem Jahr Australien weiter? Für uns stand die Antwort früh fest: Statt eines langen Fluges wählten wir den Seeweg. 25 Tage, einmal quer über den Ozean, mit der Royal Caribbean Voyager of the Seas. Ein Abenteuer, das am 14. April 2026 in Brisbane begann.
Boarding & Die Suite: Unser „Zuhause“ auf Deck 12
Dank unserer Buchung einer Oceanview Panoramic Suite (Stateroom 1804) kamen wir in den Genuss des Priority Check-ins. Das war Gold wert: Minimale Wartezeit und direktes Boarding nach Gate-Öffnung, statt sich an starre Zeitfenster halten zu müssen.

Die Suite-Highlights:
- Lage: Ganz vorne auf Deck 12. Niemand über einem und ein gigantischer Panoramablick auf den Pazifik direkt in Fahrtrichtung.
- Ausstattung: Perfekt für uns mit King-Size-Bett und einem Stockbett für die Kinder.
- Komfort: Zwei Badezimmer (einmal WC/Waschbecken, einmal Dusche/WC) machten den Alltag entspannt.
Clever planen: Pre-Cruise Angebote & Internet
Ein wichtiger Tipp für Kreuzfahrt-Neulinge: Die Preise im Online-Portal schwanken. Wir haben regelmäßig die Werbemails gecheckt.

- Der Trick: Wenn man bereits mit 15 % Rabatt gebucht hat und später 45 % angeboten werden, kann man stornieren und zum günstigeren Preis neu buchen.
- Unsere Ausbeute: Ein Laundry-Paket (3x Wäsche für ca. 65 AUD) und ein 100-Foto-Paket für ca. 155 AUD (statt der regulären 400 USD!).

Thema Internet: Statt des teuren „VOOM“-Pakets von Royal Caribbean (749,75 USD für 25 Tage) haben wir uns für ein 10GB-Paket von Gigsky für 153,99 USD entschieden. Für WhatsApp und kurze Recherchen völlig ausreichend. Wer mal mehr Speed braucht, kann an Bord auch 24-Stunden-Pässe nachbuchen. Man kann dann per eigenen Hotspot die Internetverbindung teilen.

Kulinarik & Lounge-Life

Die Suite Lounge wurde schnell unsere tägliche Anlaufstelle. 24/7 Kaffee, Tee und Wasser sowie die Happy Hour (17–20 Uhr) mit Cocktails (auch alkoholfrei für die Kids) und Snacks waren inklusive.


Fazit: Bevor man ein teures Getränkepaket bucht, lohnt sich oft der Aufpreis für eine Suite, da hier der Lounge-Zugang viele Kosten auffängt.
- Frühstück: Exklusiv für Suite-Gäste im Chops Grill – mit À-la-carte-Service, frisch gepresstem O-Saft und Beeren, die es im Buffet-Restaurant nicht gibt.
- Lunch & Dinner: Mittags meist im Windjammer (Buffet) und abends fest reserviert um 17 Uhr im Main Dining Room mit täglich wechselnden Menüs.

Kid’s Club: Adventure Ocean
Für Heidi und Pete gab es den Kidsclub. Da nur etwa 100 Kinder an Bord waren (viele davon Teenager), gab es nie Platzprobleme.
- Betreuung: 9-12, 14-17 und 19-22 Uhr.
- Kritikpunkt: Zu Beginn jeder Session lief oft 30–45 Minuten der Fernseher. Wir haben die beiden daher meist erst etwas später hingebracht, wenn die aktiven Mal- und Bastelrunden starteten.
Unsere Stopps: Inselhopping im Pazifik
Tahiti & Moorea
In Tahiti haben wir uns einen Mietwagen am Flughafen Papeete geschnappt (Taxi dorthin ca. $20) und die Insel umrundet. Highlights: Lavasand-Strände und Wasserfälle.
Moorea hat uns noch besser gefallen. Unser Highlight war der Schnorcheltag bei Captain Taina (gebucht über GetYourGuide).


- Tipp: Die Vollgesichtsmasken für die Kinder waren perfekt – kein Wasser in Augen, Nase oder Mund!
Hawaii (Oahu, Kona & Napali Coast)

In Honolulu hatten wir zwei Tage. Günstigster Weg zu den Mietwagen am Flughafen: Die W-Line für $3 (passendes Kleingeld nötig!). Wir wanderten am Diamond Head und genossen die Strände.
- Fazit zu Hawaii: Den extremen Hype aus Europa können wir schwer nachvollziehen – die Natur auf den Kanaren ist teils sehr ähnlich.
Die Vorbeifahrt an der Napali Coast empfanden wir als Zeitverschwendung, da das Schiff zu weit entfernt blieb. Die Zeit wäre in Kailua-Kona für den Vulkan-Krater besser investiert gewesen.

In Kona haben wir uns wieder für einen Mietwagen entschieden, den wir in der Nähe des Flughafens abgeholt haben. Wir haben die Gegend auf eigene Faust erkundet und die beeindruckende Lava-Landschaft genossen.

- Fazit zur Zeitplanung: Leider war die Liegezeit des Schiffes etwas zu kurz, um die weite Fahrt zum Volcanoes National Park zu machen und dort zum Krater zu wandern. Wir haben uns daher auf die nähere Umgebung konzentriert.
- Tipp: Wenn ihr in Kona seid, unterschätzt die Entfernungen auf Big Island nicht – für den Vulkan sollte man wirklich den ganzen Tag einplanen.
Victoria (Kanada)
In Victoria war die Zeit ebenfalls knapp, da wir bereits um 17:30 Uhr wieder an Bord sein mussten. Wir sind gegen 11 Uhr vom Schiff, haben einen entspannten Spaziergang durch die Stadt gemacht und uns dann ein echtes Highlight gegönnt: einen 30-minütigen Rundflug mit dem Seaplane. Der Blick auf den Hafen und die Küste von oben war der perfekte Abschluss vor dem Zielhafen.

Seattle (USA) – Das Ziel


Am letzten Morgen haben wir nochmals entspannt im Chops Grill gefrühstückt und sind dann ohne jede Wartezeit über die Gangway von Bord gegangen.
- Priority-Vorteil: Dank der roten Priority Tags war unser Gepäck im Terminal sofort griffbereit.
- Logistik: Ein kleiner Shuttle-Bus hat uns vom Ausgang des Terminals direkt zum Uber-Pickup gebracht (nur ein paar hundert Meter entfernt). So mussten wir die Koffer kaum schleppen – ein sehr komfortabler Abschluss dieser gewaltigen Reise.
Seattle selbst konnte uns leider nicht wirklich überzeugen. Obwohl wir ursprünglich vier Tage für die Stadt eingeplant hatten, stellten wir fest, dass wir bereits nach zwei Tagen alle für uns interessanten Sehenswürdigkeiten gesehen hatten. Besonders schockiert hat uns das Stadtbild in der Innenstadt: Die enorme Anzahl an Obdachlosen, die vielen Zelte direkt auf den Gehwegen im Zentrum und die Präsenz psychisch kranker Menschen auf den Straßen haben unseren Eindruck stark getrübt. Ein deutlicher Kontrast dazu war unsere Airbnb-Unterkunft außerhalb der Innenstadt – dort war die Welt zum Glück noch in Ordnung und wir konnten die ruhigere Seite der Stadt mit schönen Spielplätzen genießen.
Angebote an Board
Langeweile kam hier definitiv nicht auf! Neben den täglichen Shows konnten wir uns beim Schlittschuhlaufen, Lasertag, Minigolf oder Klettern austoben – und auch für ein paar Runden im Pool war Zeit. Ein kleiner Kritikpunkt ist das Fitnessstudio: Es ist zwar in Ordnung, aber für die vielen Passagiere leider viel zu eng.

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Hey, Schlittschuh laufen aufm Schiff 🤔
Jetz ist die Menschheit völlig durchgeknallt.
Aber wie immer ein toller Reisebericht mit all euren Erfahrungen
What a journey! So happy for your ability to do this.